Sport

Diese Bayern-Profis dürften demnächst viel Frust schieben

0

Bayern-Trainer Niko Kovac hat zuletzt zwei Mal dieselbe Startelf auf den Platz geschickt. Die viel gescholtene Rotation ist beendet. Für einige seiner Stars bedeutet das viel Zeit auf der Bank.

Bayern-Profis während des Trainings an der Säbener Straße

Vielleicht spielt Sandro Wagner demnächst in China unter dem deutschen Trainer Uli Stielike, der älteren Fußballfans noch ein Begriff ist. Wagner steht bei den Bayern auf dem Abstellgleis. Kam er unter Jupp Heynckes in der vergangenen Saison regelmäßig zu Einsätzen, spielt der 31-Jährige unter dem neuen Coach Niko Kovac keine Rolle mehr. In den beiden vergangenen Bundesliga-Spielen berief ihn Kovac nicht einmal in den Kader. Wagner saß auf der Tribüne und durfte miterleben, wie seine Teamkollegen Hoffenheim und Stuttgart mit 3:1 und 4:1 erlegten. Das dürfte neben einem angeblich in China lockenden Millionengehalt genug Motivation für einen Abgang sein.

So ähnlich wie Wagner wird es in der Rückrunde einigen Bayern-Profis gehen. Ihnen drohen in den nächsten Wochen und Monaten längere Bankzeiten. Der Grund ist einfach: Kovac hat die wilde Rotation beendet. In der Hinrunde wechselte er die Mannschaft munter durch, teilweise bis zu sieben Spieler tauschte er von einem Spiel zum nächsten. Das intensive Wechselspiel sorgte für Frust und Kopfschütteln unter den Spielern und war einer der Gründe, warum die Bayern ihre Dominanz einbüßten.

Ohne Stammelf keine Chance gegen Dortmund und Liverpool

So sahen es zumindest die Verantwortlichen. Klubboss Karl-Heinz Rummenigge erklärte öffentlich, er sei “kein Freund der Rotation”. Und tatsächlich: Ein Gesicht hatten die Bayern in der Hinrunde nicht und offensichtlich auch keine Hierarchie. Die ist aber zwingende Voraussetzung für Erfolg. Ein guter Zusammenhalt gehört dazu und es muss Führungsfiguren geben, die voranmarschieren. Um eine Chance in der Champions League gegen den bärenstarken FC Liverpool und in der Liga gegen ein wieder erwecktes Borussia Dortmund zu haben, muss Kovac eine eingespielte Elf auf den Rasen stellen.

Auf wen wird Kovac setzen? Legt man die Startelf gegen Hoffenheim und Stuttgart zu Grunde, haben Leon Goretzka und Kingsley Coman den größten Sprung gemacht. Goretzka glänzte in den beiden Spielen mit drei Toren auf der Spielmacher-Position, Coman spielte auf dem linken Flügel für den angeschlagenen Franck Ribéry. Mit Lewandowski, Thiago, der Viererkette aus Joshua Kimmich, Niklas Süle, Mats Hummels und David Alaba und Manuel Neuer im Tor gibt es ein Gerüst, das steht.

Thomas Müller deutete Abschiedsgedanken an

Auffällig daran sind die Namen, die bislang nicht gefallen sind, zum Beispiel der von Thomas Müller. Das Bayern-Urgestein zählte zuletzt ebenfalls zur Startformation, dürfte aber wieder häufiger auf der Bank Platz nehmen, wenn Arjen Robben und Serge Gnabry fit sind. Müllers Vorteil ist zwar, dass er zentral auch hinter den Spitzen oder als Mittelstürmer spielen kann, aber unter Kovac kommt ihm definitiv kaum eine tragende Rolle zu. Zudem gilt ihr Verhältnis als unterkühlt. Müller deutete zuletzt in einem Interview mit dem Bezahlsender “Sky” sogar Abschiedsgedanken an.

Doch während Müller auf seine Einsätze kommen wird, wenn auch möglicherweise nicht als Stammkraft, sieht es bei Profis wie James Rodriguez, Franck Ribéry Arjen Robben und Jerome Boateng schon ganz anders aus. Zu viel Zeit auf der Bank werden diese Stars nur schwer akzeptieren. Es könnte sein, dass sie viel Unruhe in das Team tragen, wenn sie sich lauthals beschweren oder mit Klubwechseln liebäugeln. Kovac muss alles daransetzen, die Diven bei Laune zu halten. Ob das gelingt, kann niemand voraussagen.

Arizona: Hirsch holt Mann brutal vom Rennrad

Previous article

Forscher: Nachtmenschen haben erhöhtes Risiko für Schizophrenie und Depressionen

Next article

You may also like

Comments

Leave a reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

More in Sport