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Liveticker: Terror in Straßburg: +++ 17:01 Rheinland-Pfalz erhöht Polizeipräsenz auf Weihnachtsmärkten +++

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Als Reaktion auf den Anschlag in Straßburg werden mehr Polizisten als zuvor über die Weihnachtsmärkte in Rheinland-Pfalz und Brandenburg patrouillieren. Er habe entschieden, "dass die Präsenz an den großen Weihnachtsmärkten in Rheinland-Pfalz ab heute erhöht wird", sagte Innenminister Roger Lewentz im Mainzer Landtag. Er habe außerdem die Spezialeinheiten in Alarmbereitschaft versetzt. Der Sprecher des Brandenburger Polizeipräsidiums, Torsten Herbst, kündete an, die Polizeipräsenz deutlich zu erhöhen. Die Behörden in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg sehen hingegen keinen weiteren Handlungsbedarf. "Anschlagsszenarien mit einfach zu beschaffenden Fahrzeugen, mit Messern, Stich- oder sogar Schusswaffen sind in unseren Sicherheitskonzepten vorgedacht", sagte etwa ein Polizeisprecher in Kiel.

Die deutsches Polizei hat am Vormittag ein französisches Taxi auf der A1 bei Bremen gestoppt.

+++ 16:35 Gestopptes Franzosen-Taxi auf A1: Polizei entwarnt +++
Das von der Polizei auf der A1 bei Bremen gestoppte Taxi aus Frankreich hat sich nicht als Fluchtauto des Straßburger Attentäters herausgestellt. Die drei vorübergehend festgenommenen Insassen "standen in keinem Zusammenhang mit dem Attentat in Straßburg und sind wieder auf freiem Fuß", sagte ein Polizeisprecher in Delmenhorst. "Keiner von den drei Männern war maskiert", widersprach er entsprechenden Berichten, die sich auf Zeugenaussagen berufen hatten. Auch eine gründliche Durchsuchung des Wagens durch die Spurensicherung habe keinerlei Anhaltspunkte für einen Verdacht ergeben. Warum die Männer in einem französischen Taxi unterwegs waren, sei der Polizei nicht bekannt.

+++ 16:27 Französische Abgeordnete schweigen für Anschlagsopfer +++
Wie zuvor schon das Europäische Parlament hat auch die französische Nationalversammlung der Opfer des Straßburger Anschlags mit einer Schweigeminute gedacht. Alle Abgeordneten folgten der Aufforderung des Parlamentspräsidenten Richard Ferrand, sich von den Plätzen zu erheben und eine Minute lang zu schweigen.

+++ 16:12 Macron erinnert an Schrecken des Terrors in Frankreich +++
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat sich erneut zu dem Anschlag auf den Straßburger Weihnachtsmarkt geäußert. Laut dem Regierungssprecher Benjamin Griveaux sagte er nach einer Kabinettssitzung, dass "die terroristische Bedrohung immer noch im Herzen des Lebens unserer Nation" sei. Die Gedanken seien bei den Opfern, ihren Familien und Angehörigen, so Griveaux. Zudem denke man an die Straßburger. Sie sollten wissen, dass die Franzosen und die Regierungsmitglieder jetzt bei ihnen seien.

+++ 15:44 Seehofer lobt Arbeit der Sicherheitskräfte +++
Bundesinnenminister Horst Seehofer hat nach dem tödlichen Anschlag in Straßburg die Arbeit und das Vorgehen der Sicherheitskräfte gelobt. "Natürlich die französischen zuallererst aber auch auf der deutschen Seite wurde hier sehr gut reagiert", sagte er der DPA. Nach den ihm vorliegenden Informationen hätten diese "sehr zielorientiert und sehr gut gearbeitet", sagte er. Ein Fehlverhalten könne er derzeit nicht erkennen, zumal der mutmaßliche Täter Chérif C., nachdem er in Deutschland zu einer Freiheitsstrafe verurteilt wurde, abgeschoben worden sei.

+++ 15:23 Polizei soll Brüder von Chérif C. festgenommen haben +++
Auf der Pressekonferenz der französischen Staatsanwaltschaft bestätigte Chefermittler Rémi Heitz bereits, dass seine Kollegen vier Menschen aus dem Umfeld des mutmaßlichen Attentäters vom Straßburger Weihnachtsmarkt in Polizeigewahrsam genommen haben. Die französische Zeitung "Le Figaro" berichtet, dass sich unter dem Quartett zwei Brüder von Chérif C. befinden. Demnach werde einer der beiden auf der Gefährderakte "Fiche S" geführt. Dabei handelt es sich um eine Liste von Personen, die verdächtigt werden, radikalisiert zu sein.

+++ 14:52 Trump twittert zum Weihnachtsmarkt-Anschlag +++
Für US-Präsident Donald Trump ist der tödliche Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Straßburg ein Fingerzeig für die US-amerikanische Grenzpolitik. Auf Twitter schrieb er von einer "weiteren, sehr schlimmen Terrorattacke in Frankreich". Zudem twitterte er, dass die Grenzen noch mehr geschützt werden müssten. An die beiden Oppositionsführer Chuck Schumer und Nancy Pelosi, die die Fraktionen der Demokraten im Senat und im Repräsentantenhaus anführen, appellierte Trump, für eine zusätzliche Grenzsicherung zu stimmen. Aktuell führt Trump mit den Demokraten eine heftige Auseinandersetzung um die von ihm angestrebte Mauer an der Grenze zu Mexiko.

+++ 14:27 Bundespolizei verstärkt Grenzfahndung nahe Frankreich +++
Auch in Deutschland wird nach dem Tatverdächtigen Chérif C. und dessen Bruder Sami gefahndet. Wie die Bundespolizeidirektion Koblenz mitteilte, führt sie seit dem frühen Morgen im 30-Kilometer-Bereich an der saarländischen sowie der rheinland-pfälzischen Grenze zu Frankreich verstärkte Kontrollen durch. Autofahrer müssten sich auf mögliche Verzögerungen durch Fahrzeugkontrollen einstellen.

 

 

+++ 14:10 EU-Parlament hält Schweigeminute für Opfer ab +++
Die Abgeordneten des Europaparlaments haben der Opfer des Straßburger Weihnachtsmarkt-Anschlags mit einer Schweigeminute gedacht. "Wir denken an die drei Menschen, die getötet wurden", sagte Parlamentspräsident Antonio Tajani. Zugleich sicherte er Frankreich die "Solidarität" der EU-Volksvertretung zu. Demokratie sei stärker als Hass und Gewalt.

+++ 13:43 Hunderte Polizisten und Soldaten "jagen" Chérif C. +++
An der Fahndung nach dem mutmaßlichen Attentäter vom Straßburger Weihnachtsmarkt beteiligen sich Hunderte Polizisten, Anti-Terror-Einheiten und Soldaten. Der Tatverdächtige Chérif C. "wird aktiv von Sicherheitskräften gejagt", zitiert die Nachrichtenagentur AFP lokale Behördenmitarbeiter. Seit dem Anschlag gilt in Frankreich die höchste Sicherheitsstufe.

 

+++ 13:14 Staatsanwalt gibt Details zum Tatverdächtigen bekannt +++
Die französische Staatsanwaltschaft hat nach dem tödlichen Anschlag auf den Straßburger Weihnachtsmarkt die zuvor kursierenden Gerüchte zu dem mutmaßlichen Täter bestätigt. Wie der Pariser Antiterror-Staatsanwalt Rémi Heitz mitteilte, ist der gesuchte Terrorverdächtige 29 Jahre alt und stammt aus Straßburg. Der Mann heiße Chérif C. Aus seinem Umfeld haben Ermittler laut Heitz vier Menschen in Gewahrsam genommen.

+++ 12:55 Angreifer rief Zeugen zufolge "Allahu Akbar" +++
Zeugenangaben zufolge hat der Angreifer vom Straßburger Weihnachtsmarkt während des Anschlags "Allahu Akbar" gerufen. Das teilte der Pariser Antiterror-Staatsanwalt Rémy Heitz bei einer Pressekonferenz in Straßburg mit. Unter anderem deshalb habe seine Abteilung die Ermittlungen an sich gezogen.

+++ 12:40 Deutschland führte Tatverdächtigen nicht als Gefährder +++
Das Bundesinnenministerium hat den mutmaßlichen Attentäter in Straßburg nicht als islamistischen Gefährder in der entsprechenden Datei geführt. Es gebe keine Informationen, die ins islamistische Feld hineinführten, sagte eine Sprecherin in Berlin. Bekannt sei allerdings, dass der betreffenden Person das Recht auf Freizügigkeit innerhalb der EU aberkannt worden sei.

+++ 12:33 Steinmeier spricht Macron sein Mitgefühl aus +++
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron nach dem Anschlag in Straßburg sein Mitgefühl ausgedrückt. "Mit großer Trauer habe ich von dem feigen Anschlag" erfahren, schrieb Steinmeier in einem Brief. "Ich möchte Ihnen, auch im Namen meiner Landsleute, meine tief empfundene Anteilnahme aussprechen", erklärte er weiter. Er sei in Gedanken bei den Angehörigen und Freunden der Opfer und bei den Verletzten. "Ihnen allen wünsche ich Kraft für die vor ihnen liegende schwere Zeit", fügte der Bundespräsident hinzu.

+++ 12:08 Auch nach Bruder des Tatverdächtigen wird gefahndet +++
Die deutschen Sicherheitsbehörden beteiligen sich offenbar nicht nur an der Suche nach dem Attentäter von Straßburg, sondern fahnden auch nach dessen Bruder. Das berichtet der "Tagesspiegel" unter Berufung auf einen hochrangigen Sicherheitsexperten. Die Brüder würden demnach in Frankreich als radikalisiert eingestuft und dem Straßburger Islamistenmilieu zugerechnet. Kontakte zur Salafistenszene in Deutschland seien bislang nicht bekannt.

+++ 11:51 Staatssekretär tritt Verschwörungstheorien entgegen +++
Der Anschlag in Straßburg weckt offenbar die Fantasie von Verschwörungstheoretikern. Weil der französische Präsident Emmanuel Macron wegen der wochenlangen Massenproteste der sogenannten Gelbwesten unter Druck steht, wittern einige Franzosen hinter der Weihnachtsmarkt-Attacke eine organisierte Aktion aus dem Élysée-Palast. Dem trat der Staatssekretär im Innenministerium, Laurent Nuñez, nun entschieden entgegen. "Ich bin wirklich empört darüber. (…) Das sind eindeutig Verschwörungstheorien", sagte er dem Radiosender France Inter.

+++ 11:33 Insassen von französischem Taxi auf A1 festgenommen +++
Die französische Regierung sowie deutsche Behörden schließen nicht aus, dass sich der Straßburger Attentäter nach Deutschland abgesetzt haben könnte. Wenige Stunden nach der Attacke hat die deutsche Polizei auf der A1 bei Bremen ein Taxi mit französischem Kennzeichen gestoppt und drei Personen festgenommen, wie ein Polizeisprecher in Delmenhorst mitteilte. Einer der Insassen soll maskiert gewesen sein. Es gebe aber nach bisherigem Kenntnisstand keine Verbindung zu dem Straßburger Vorfall, sagte der Sprecher: "Der Sachverhalt stellt sich derzeit geringer dar als zunächst angenommen." Das Taxi werde von der Spurensicherung genau untersucht, die drei Verdächtigen würden vernommen.

+++ 11:16 Pariser Staatsanwalt tritt um 12 Uhr vor die Presse +++
Der Staatsanwalt von Paris, Rémi Heitz, äußert sich heute Mittag zu dem Anschlag auf den Straßburger Weihnachtsmarkt. Die Staatsanwaltschaft lud zu einer Pressekonferenz um 12 Uhr im Landgericht Straßburg ein. Heitz ist in Frankreich für Anti-Terror-Ermittlungen zuständig.

+++ 11:03 Zahl der Todesopfer weiter unklar +++
Nach dem Angriff in der Altstadt von Straßburg irritiert die regionale Verwaltung mit der Bilanz bezüglich der Opfer: Entgegen voriger Informationen korrigierte die Präfektur die Zahl der Toten von drei auf zwei nach unten – kurze Zeit später entfernte sie jedoch die Mitteilung auf ihrer Internetseite sowie in den sozialen Netzwerken. Außerdem gab die Präfektur zuvor an, dass 14 Menschen bei dem Anschlag verletzt worden seien, davon sieben schwer und sieben leicht. Die Hintergründe zur Korrektur und deren Beseitigung sind unklar.
Update 12.55 Uhr: Laut Chefermittler Rémi Heitz kamen zwei Menschen bei dem Anschlag ums Leben, eine weitere Person sei hirntot. Zwölf Menschen wurden verletzt, sechs von ihnen sehr schwer.

+++ 10:43 Belgischen Behörden war Tatverdächtiger unbekannt +++
Zwischen dem tödlichen Anschlag im französischen Straßburg und dem Nachbarland Belgien besteht nach Angaben des belgischen Krisenzentrums keine Verbindung. Der mutmaßliche Täter des Anschlags sei den belgischen Sicherheitsbehörden nicht bekannt gewesen, sagte der belgische Justizminister Koen Geens dem Sender Radio 1. Es bestehe kein Grund, die Sicherheitsstufe in Belgien anzuheben, sagte Geens. Die Suche nach dem Mann werde jedoch auf beiden Seiten der französisch-belgischen Grenze fortgesetzt. Es sei allerdings nicht zu 100 Prozent klar, ob der Mann mit dem Auto geflohen sei.

+++ 10:18 Innenministerium legt sich nicht auf Terror-Motiv fest +++
In Frankreich gilt die höchste Terrorwarnstufe, Anti-Terror-Spezialisten haben die Ermittlungen im Fall des Anschlags in Straßburg übernommen – dennoch will sich das französische Innenministerium noch nicht auf ein terroristisches Motiv des Täters festlegen. Ein terroristischer Hintergrund sei im Moment noch nicht sicher, sagte der Staatssekretär im Innenministerium, Laurent Nuñez, dem Radiosender RTL. Der mutmaßliche Täter sei zwar polizeibekannt gewesen, allerdings bisher nicht im Zusammenhang mit Terrorismus. Zuvor war bekannt geworden, dass er auf der Sicherheitsakte "Fiche S" geführt worden sei – einer Liste von Personen, die verdächtigt werden, radikalisiert zu sein.

+++ 10:03 Außenamt: Keine Deutschen unter den Opfern +++
Unter den Opfern des Angriffs auf den Straßburger Weihnachtsmarkt sind nach ersten offiziellen Angaben "keine Deutschen", wie das Krisenreaktionszentrum des Auswärtigen Amtes bei Twitter mitteilte. Die französischen Behörden gehen bislang von drei Toten und 13 Verletzten aus. Das deutsche Krisenreaktionszentrum sprach von drei Toten und 14 Verletzten.

 

 

+++ 09:47 Le Pen nennt Straßburg "Festung des Fundamentalismus" +++
Für die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen ist der tödliche Anschlag auf den Straßburger Weihnachtsmarkt ein weiteres Indiz für eine Bedrohung durch den Islamismus in Frankreich. "Man muss wissen, Straßburg ist eine Festung des islamistischen Fundamentalismus", sagte Le Pen dem Fernsehsender France 2. Sie verstehe nicht, warum man sich in ihrem Land weigere, dagegen vorzugehen, erklärte Le Pen. Es handele sich um eine "tödliche Ideologie", die binnen sechs Jahren 250 Tote und Hunderte Verletzte in Frankreich gefordert habe. Deshalb habe ihre Nationale Sammlungsbewegung ein nationales Vorgehen gegen den Terrorismus gefordert.

+++ 09:28 Innenministerium: Aufenthaltsort des Attentäters weiter unbekannt +++
Die französische Regierung schließt nicht aus, dass der Straßburger Attentäter nach Deutschland geflüchtet sein könnte. "Aber was ich sagen möchte, ist, dass natürlich sofort die Grenzschließung sichergestellt wurde und Straßburg (…) abgeriegelt wurde", sagte der Staatssekretär im Innenministerium, Laurent Nuñez, dem Sender RTL. Dass der Täter dennoch ins benachbarte Deutschland geflohen sein könnte, könne aber nicht ausgeschlossen werden. Ähnlich hatte sich zuvor der Bürgermeister der elsässischen Metropole, Roland Ries, geäußert.

 

+++ 09:16 Präfektur hält an Versammlungsverbot fest +++
Nach dem schweren Terroranschlag auf dem Weihnachtsmarkt in Straßburg bleiben Kundgebungen und Demonstrationen bis auf Weiteres untersagt. Das bekräftigte die Präfektur der Region in einer Mitteilung.

+++ 08:56 Polizei sichert EU-Parlament ab +++
Nachdem einige Europaabgeordnete aus Sicherheitsgründen die Nacht im Gebäude des EU-Parlaments verbracht hatten, dürfen sie den Bau abseits des Straßburger Stadtzentrums wieder verlassen – allerdings nur auf eigenes Risiko, wie Parlamentspräsident Antonio Tajani seinen im Plenarsaal versammelten Kollegen mitteilte. Wer ins Stadtzentrum hinein wolle, dürfe dies ausschließlich in einem von der Polizei gesicherten Konvoi, betonte Tajani. "Es ist unmöglich, ohne solch einen Konvoi ins Zentrum zu gelangen", fügte er hinzu.

+++ 08:39 Präfektur: Zahl der Verletzten steigt auf 13 +++
Die Zahl der Verletzten bei dem tödlichen Terroranschlag in Straßburg ist nach Angaben der Präfektur auf 13 gestiegen. Davon seien acht schwer und fünf leichter verletzt. Drei Menschen wurden bei dem Attentat getötet. Der Täter befindet sich weiter auf der Flucht.

+++ 08:27 Reisehinweise für Frankreich verschärft +++
Das Auswärtige Amt in Berlin verschärft nach dem Anschlag in Straßburg seine Reisehinweise für Frankreich. Reisende würden gebeten, "besonders vorsichtig zu sein und den Anweisungen von Sicherheitskräften unbedingt Folge zu leisten", erklärte ein Sprecher.

+++ 08:05 Attentäter hat Verbindungen nach Deutschland +++
Der Angreifer von Straßburg ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ein französischer Staatsbürger mit nordafrikanischen Wurzeln. Der 29-Jährige wurde demnach vom Amtsgericht Singen wegen schweren Diebstahls zu einer Gefängnisstrafe verurteilt und war zeitweise in Deutschland in Haft. Nach dem Verbüßen der Strafe wurde er im Jahr 2017 nach Frankreich abgeschoben, heißt es. Der Täter ist nach Informationen des Bürgermeisters der elsässischen Metropole, Roland Ries, noch flüchtig. Die Bundespolizei kontrolliert mehrere Grenzübergänge von Deutschland nach Frankreich.

+++ 07:57 Maas: Deutschland steht Frankreich bei +++
Bundesaußenminister Heiko Maas hat sich "tief erschüttert" über den Terroranschlag in Straßburg geäußert und die "feige Tat" verurteilt. "Unsere Gedanken sind bei den Opfern, unser Mitgefühl gilt ihren Angehörigen", teilte er mit. Die Bundesregierung tue alles, um den französischen Freunden beizustehen, versicherte Maas. Nach Angaben der französischen Regierung wurden bei dem Anschlag am Dienstagabend drei Menschen getötet und zwölf Menschen verletzt. Die Polizei geht von einem terroristischen Hintergrund aus. Nach dem Täter wird noch gefahndet.

 

+++ 07:54 Bundespolizei kontrolliert bei Straßburg +++
Nach dem Terroranschlag im elsässischen Straßburg hat die Bundespolizei Kontrollpunkte an mehreren Grenzübergängen von Deutschland nach Frankreich eingerichtet. Wie ein Sprecher am Morgen erklärte, ist die Polizei in Kehl, Iffezheim, Breisach und Rheinau im Einsatz. Pendler von Deutschland nach Frankreich müssten sich auf Wartezeiten bis zu 90 Minuten einstellen, hieß es weiter. Wie lange die Kontrollen noch andauern, sei unklar.

"Wir sind auf die Kollegen in Frankreich angewiesen. Solange die Lage nicht bereinigt ist, werden wir weiter kontrollieren", sagte der Polizeisprecher. Nicht nur der Straßenverkehr, sondern auch der öffentliche Nahverkehr werde überprüft. Dazu zählt auch die grenzüberschreitende Tram D. Diese war in der Nacht bereits komplett gesperrt worden, inzwischen fährt sie aber wieder. Laut Polizei wird auch die Fußgänger- und Radfahrerbrücke Passerelle des Deux Rives zwischen Kehl und Straßburg kontrolliert.

Militär im Anti-Terror-Einsatz: In der abgeriegelten Innenstadt von Straßburg patrouillieren schwer bewaffnete Soldaten.

+++ 07:51 Schütze von Straßburg tötete brutal +++
Der Attentäter von Straßburger, der am Vorabend nahe des weltberühmten Weihnachtsmarktes das Feuer auf Passanten eröffnet hatte, ging bei seiner Tat offenbar äußerst skrupellos vor. Die drei Opfer des Mannes seien brutal getötet worden, sagte Straßburgs Bürgermeister Roland Ries. Mindestens ein Opfer des Anschlags kam durch einen Kopfschuss ums Leben. Als Sicherheitskräfte den Angreifer stellen wollten, kam es demnach zu Schusswechseln in der Straßburger Innenstadt, an dem auch Patrouillen des französischen Militärs beteiligt waren. Ein Soldat wurde leicht an der Hand verletzt. Medienberichten zufolge gehen die Ermittler davon aus, dass auch der Angreifer durch Schüsse verletzt wurde.

+++ 07:44 Täter womöglich nach Deutschland geflüchtet +++
Nach dem schweren Terroranschlag in Straßburg mit drei Toten befindet sich der Tatverdächtige weiter auf der Flucht. Nach dem mutmaßlichen Schützen werde weiter gesucht, erklärte der Bürgermeister der elsässischen Metropole, Roland Ries. Auf die Frage, ob der Mann ins benachbarte Deutschland geflüchtet sein könnte, antwortetet Ries: "Die Grenze ist im Prinzip geschlossen." Es sei aber alles möglich, falls der Tatverdächtige ein Auto habe.

+++ 07:23 Attentäter tötet Touristen mit Kopfschuss +++
Bei dem Terroranschlag in Straßburg ist auch ein Tourist aus Thailand getötet worden. Bei einem der Opfer handele es sich um einen 45 Jahre alten thailändischen Staatsbürger, der zusammen mit seiner Frau zu Besuch in Frankreich war, teilte das Außenministerium in Bangkok mit. Das Paar war demnach erst wenige Stunden zuvor in Straßburg eingetroffen. Die Frau blieb dem Ministerium zufolge unverletzt. Nach Medienberichten starb der Thailänder durch einen Schuss in den Kopf.

+++ 07:15 Französische Polizei fahndet nach dem Täter +++
Die Fahndung nach dem mutmaßlichen Attentäter von Straßburg dauert an. Am Morgen nach den tödlichen Schüssen im Stadtzentrum der elsässischen Metropole umstellen Spezialeinheiten mehrere Wohnungen, in denen der flüchtige Schütze vermutet wird. Bei dem Verdächtigen soll es sich um einen 29-jährigen gebürtigen Franzosen handeln, der in Deutschland und Frankreich wegen verschiedener Delikte vorbestraft und polizeibekannt ist. Die französischen Behörden führten über ihn eine eigene Akte, in der er als Gefährder eingestuft wurde.

+++ 06:45 Verschärfte Polizeikontrollen an der Grenze +++
Bei der Großfahndung nach dem mutmaßlichen Attentäter von Straßburg sind nach Angaben von Frankreichs Innenminister Christophe Castaners mehrere Hundert Einsatzkräfte der Kriminalpolizei, Spezialeinheiten und auch Soldaten des französischen Militärs beteiligt. Unterstützt wird die Fahndung durch mehrere Hubschrauber. Weitere Einsatzkräfte seien zur Verstärkung nach Straßburg geschickt worden, hieß es. Die Bundespolizei in Baden-Württemberg kontrollierte den Verkehr am Grenzübergang bei Kehl und riet unter Hinweis auf die laufende Fahndung nach dem Täter von einem Grenzübertritt ab.

+++ 06:32 Mutmaßlicher Attentäter war vorbestraft +++
Bei dem Schützen von Straßburg handelt es sich nach Erkenntnissen der französischen Behörden um einen 29-jährigen aus Straßburg stammenden Mann, der in der Vergangenheit sowohl in Frankreich als auch in Deutschland verurteilt worden war, wie Castaner erklärte. Seine Strafen habe er abgesessen. Die Behörden waren dem Mann bereits dicht auf den Fersen: Der Verdächtige hätte eigentlich am Dienstagmorgen festgenommen werden sollen. Die Ermittler trafen den Mann aber nicht in seiner Wohnung an. Stunden kam es dann in Straßburger Innenstadt zu den tödlichen Schüssen. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung stellten Ermittler auch Handgranaten sicher.

+++ 04:54 Terroranschlag trifft Elsässer Presse +++
Die größte Tageszeitung im Elsass kann am Tag nach dem Anschlag mit drei Toten am Straßburger Weihnachtsmarkt nicht erscheinen. Das sagte der Chefredakteur der "Dernières Nouvelles d'Alsace", Dominique Jung. Grund dafür sei, dass die Drucker an Sicherheitsabsperrungen in der Innenstadt aufgehalten wurden. Daher habe das Blatt nicht in Druck gehen können.

+++ 02:43 Frankreich ruft höchste Terrorwarnstufe aus +++
Die französische Regierung hat die höchste Terrorwarnstufe "Urgence Attentat" (etwa: "Notfall Anschlag") aus, wie Castaner sagte. Bislang galt in Frankreich die zweithöchste Stufe "Verstärkte Sicherheit – Anschlagsrisiko". Auf allen französischen Weihnachtsmärkten würden die Sicherheitskontrollen verschärft, um etwaige Nachahmungstaten zu verhindern, wie Castaner erklärte. Auch die Grenzkontrollen sollen verstärkt werden. Außerdem würden die Soldatenpatrouillen in Frankreich ausgeweitet.

+++ 02:35 Tatverdächtiger wurde auch in Deutschland verurteilt +++
Der mutmaßliche Angreifer vom Straßburger Weihnachtsmarkt wurde bereits wegen Delikten in Frankreich und in Deutschland verurteilt. Das sagte Castaner.

+++ 02:24 Zahl der Todesopfer steigt auf drei +++
Bei dem Anschlag in der Straßburger Innenstadt sind jüngsten Angaben des Innenministeriums zufolge drei Menschen getötet worden. Zwölf Menschen wurden verletzt, sechs von ihnen schwer, wie der französische Innenminister Christophe Castaner in der Nacht erklärte.

+++ 01:44 EU-Parlamentarier sitzen fest +++
Die tödlichen Schüsse in der Straßburger Innenstadt bringen auch die Abgeordneten des EU-Parlaments in eine Ausnahmesituation. Der CDU-Europaabgeordnete Sven Schulze schilderte der "Bild"-Zeitung gegen Mitternacht am Telefon, dass keiner in das Parlamentsgebäude in der Stadt im Elsass hineindürfe – und auch niemand hinaus: "Es sind immer noch mehrere Hundert Menschen im Parlament. Abgeordnete, Mitarbeiter – als das Gebäude abgeriegelt wurde, herrschte Hochbetrieb. Die Stimmung ist sehr bedrückt. Viele fühlten sich an den Brüsseler Anschlag von 2016 erinnert. Keiner weiß momentan, wie es hier weitergeht."

+++ 01:05 Französische Medien berichten von vier Toten +++
Bei dem Anschlag am Straßburger Weihnachtsmarkt sind nach Berichten französischer Medien vier Menschen getötet worden. Ungefähr zehn Menschen wurden verletzt, wie die französische Nachrichtenagentur AFP in der Nacht unter Berufung auf den Bürgermeister der Stadt im Elsaß berichtete. (Hinweis: Diese Angaben mussten später korrigiert werden: Bei dem Anschlag kamen nach Angaben der Behörden drei Menschen ums Leben.)

+++ 00:57 Krisensitzung mit Macron in Paris +++
Nach dem tödlichen Anschlag am Straßburger Weihnachtsmarkt beruft der französische Präsident Emmanuel Macron eine Krisensitzung ein. Eine gute Stunde nach Mitternacht kam Macron unter anderen mit Premierminister Édouard Philippe und Verteidigungsministerin Florence Parly zusammen. Zuvor war der französische Innenminister Christophe Castaner in Straßburg eingetroffen.

+++ 00:34 Tatverdächtiger besaß Handgranaten +++
Bei der Durchsuchung der Wohnung des mutmaßlichen Angreifers von Straßburg stießen Ermittler in der Nacht auf mehrere Handgranaten. Das berichteten etwa der französische Sender France Info und die Zeitung "Le Parisien". Eigentlich hätte der Mann am Dienstagmorgen wegen Mordverdachts verhaftet werden sollen, wie es unter Berufung auf Polizeiquellen hieß. Es handele sich um einen 29-Jährigen aus Straßburg.

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